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Betreuung ist mehr wert!
Was wäre unsere Gesellschaft ohne Menschen, die für andere da sind? In Erziehung und Pflege etwa leisten viele Außerordentliches. Dafür verdienen sie unsere höchste Wertschätzung. Fakt ist aber: Fast jede Arbeit wird besser bezahlt als der Dienst am Menschen. Die staatlich vorgegebenen Rahmenbedingungen der betreuenden Berufe sind mangelhaft. Gemeinsam mit Ihnen will ich sie verbessern. Dafür werbe ich mit meiner Kampagne "Betreuung ist mehr wert!".

 

 

 

 

Queerpolitischer Erfolg im Bayerischen Landtag!


(10. Juli 2020)
Diese Woche gab es einen queerpolitischen Erfolg im Bayerischen Landtag! Der Sozialausschuss empfiehlt der Staatsregierung drei Anträge des gemeinsamen Antragspakets „Verbesserung der Situation von LGBTIQ* in Bayern I-VI“ von SPD, Landtags-Grünen und FDP-Fraktion anzunehmen. So wird die Beratungsinfrastruktur für queere Personen im ländlichen Raum im Doppelhaushalt 2021/22 einen eigenen Posten erhalten. Zudem wird sich der Bayerische Landtag öffentlich vom historischen Unrecht gegenüber Homosexuellen, das über den §175 bis 1994 Gültigkeit hatte, distanzieren und sich auf Bundesebene für eine wissenschaftliche Aufarbeitung einsetzen. Und: Der Bayerische Landtag hat einem Berichtsantrag zugestimmt, um zu klären, inwieweit die Gesundheitsfürsorge für trans* Personen in Bayern flächendeckend gewährleistet ist.


Den Anträgen aus dem gemeinsamen Antragspaket war eine Sachverständigenanhörung im Sozialausschuss vorausgegangen. Diese hatte eklatante Mängel für LGBTIQ*-Menschen in Bayern dargelegt in allen relevanten Bereichen wie Gesundheit, Sicherheit und Bildung. Meinen Redebeitrag zu den Anträgen in der Plenarsitzung kann man hier noch einmal ansehen.

Ich freue mich sehr über diese wichtigen Erfolge im Landtag - Bayern ist bunt, deshalb müssen wir die richtige politische Weichen stellen! Der Paragraf 175 des Strafgesetzbuches steht beispielsweise für unfassbares Leid von schwulen Männern. Von der Nazizeit bis 1969 waren sexuelle Handlungen unter erwachsenen Männern strafbar. Auch lesbische Frauen litten in dem repressiven gesellschaftlichen Klima. Ich freue mich, dass sich der Landtag auf unsere Initiative vom begangenen Unrecht distanziert und eine historische Aufarbeitung zumindest auf Bundesebene unterstützt.

Schade finde ich, dass wir mit unserer Forderung nach einer queersensiblen Pflege keine Mehrheit fanden. Das wäre aber notwendig, um respektvolle und würdige Pflege mit LTBIQ*-Personen zu leisten. Im schlimmsten Fall treffen diejenigen, die schon unter dem Paragrafen 175 gelitten haben, im Alter auf verständnislose Pflegekräfte und werden in einer in einer Situation, in der sie Hilfe brauchen, wieder traumatisiert. Deshalb wollten wir unter anderem eine entsprechende Aus- und Fortbildung für Pflegekräfte. Hier werde ich aber dranbleiben und bin zuversichtlich, dass wir in absehbarer Zeit Fortschritte erreichen werden!

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