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Betreuung ist mehr wert!
Was wäre unsere Gesellschaft ohne Menschen, die für andere da sind? In Erziehung und Pflege etwa leisten viele Außerordentliches. Dafür verdienen sie unsere höchste Wertschätzung. Fakt ist aber: Fast jede Arbeit wird besser bezahlt als der Dienst am Menschen. Die staatlich vorgegebenen Rahmenbedingungen der betreuenden Berufe sind mangelhaft. Gemeinsam mit Ihnen will ich sie verbessern. Dafür werbe ich mit meiner Kampagne "Betreuung ist mehr wert!".

 

 

 

 

Alle Kinder und ihre Familien sind systemrelevant – Kitas mit Corona nicht nochmals alleine lassen


(15. Juli 2020)
Seit dem 1. Juli läuft in den bayerischen Kindertageseinrichtungen ein eingeschränkter Regelbetrieb, die Betretungsverbote der Corona-Hochphase wurden aufgehoben. Für mich ein guter Grund, dem AWO-Kinderhaus in Anzing mit Krippe, Kindergarten und Hort, daher einen Besuch abzustatten. Denn mir war es wichtig direkt und unmittelbar zu erfahren, wie die Kitas die vergangenen Wochen erlebt haben, wie sie nun zurechtkommen und wo es zukünftig besser laufen muss, damit Kinder und ihre Familien, aber auch die Kitas und ihre engagierten Beschäftigten besser durch eine mögliche zweite Phase kommen. Ein gutes und vor allem praktikables Konzept mit Perspektive muss her, und zwar zügig – hier waren wir uns sich einig! Auch für die im Moment ständig diskutierte „Schnupfennase“ braucht es eine Lösung – denn nicht jede laufende Nase ist ein Symptom einer Covid19-Erkrankung und stellt die Eltern vor unlösbare Herausforderungen, wenn sie ihr Kind nicht in die Betreuung geben können.

Im Gespräch mit der Geschäftsführerin der AWO im Landkreis Ebersberg Ulrike Bittner, mit Elisabeth Maurer, Leiterin des Kinderhauses, und Gabriele Pfanzelt, Bereichsleiterin für die Themen Kinder und Jugend im AWO-Kreisverband, wurde deutlich, wie groß die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie für die Kitas, die Kinder, aber auch die ganze Familie, waren und sind. Es ist schön zu sehen und eine große Leistung, wie engagiert die AWO das einzelne Kind und die Bedürfnisse der Familien in den Blick genommen hat – und das trotz der schwierigen Gesamtsituation! Unterstützung seitens der Staatsregierung kam für die Kitas in der ersten Welle dagegen leider oftmals viel zu kurzfristig, mit zu starren Anweisungen und Vorgaben und gerade am Anfang nur mit Blick auf eine mögliche Systemrelevanz der Eltern. Der Blick auf die Kinder, mit ihren Bedürfnissen fehlte – das ist mein Resümee der vergangenen Monate. Aus diesen Erfahrungen muss nun gelernt werden. Neben dem Blick zurück ging es dann vor allem auch um den Blick in die Zukunft, sollte eine zweite Corona-Welle tatsächlich kommen.


Auch hier waren wir uns einig: Das Kindeswohl muss bei staatlichen Anordnungen stärker als zuletzt in den Fokus gerückt werden. Nicht der Job der Eltern darf das alleinige Kriterium sein, sondern vor allem die Bedürfnisse der Kinder, denn alle Kinder sind systemrelevant! Wichtig wäre daher ein Konzept, das neben Vorgaben zum Infektionsschutz auch Spielräume für die Einrichtungsleitungen vor Ort eröffnet, wer Zugang zu einem Notbetrieb oder besondere Unterstützung braucht. Die Kitas kennen ihre Kinder und deren Familien schließlich am besten. Kinder und ihre Rechte müssen stärker wahrgenommen werden, ein erneuter flächendeckender Lockdown mit all seinen negativen Auswirkungen auf das Kindeswohl wäre nicht nochmals tragbar! Denn es gibt einige Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf, für die ein nochmaliges Abschotten von der Kita ein echtes Entwicklungsproblem darstellen würde.

Meine Forderung nach einem Konzept mit klaren Perspektiven für Kinder, Familien und Kitas hatte ich auch im Rahmen der letzten Plenarsitzung in den Landtag eingebracht. Die Sozialministerin hat ein solches Konzept zugesagt, vorgelegt werden soll es laut Ministerin noch vor den Sommerferien.

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