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Betreuung ist mehr wert!
Was wäre unsere Gesellschaft ohne Menschen, die für andere da sind? In Erziehung und Pflege etwa leisten viele Außerordentliches. Dafür verdienen sie unsere höchste Wertschätzung. Fakt ist aber: Fast jede Arbeit wird besser bezahlt als der Dienst am Menschen. Die staatlich vorgegebenen Rahmenbedingungen der betreuenden Berufe sind mangelhaft. Gemeinsam mit Ihnen will ich sie verbessern. Dafür werbe ich mit meiner Kampagne "Betreuung ist mehr wert!".

 

 

 

 

Gewalt gegen Frauen - hinschauen und helfen heißt die Devise!



(16. August 2021)
25 Prozent mehr von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder und 17 Prozent mehr Beratungsgespräche. Das ist die Bilanz des Ebersberger Frauennotrufs mit Blick auf die langen Corona-Lockdown-Monate, über die der Vorstand des Vereins „Frauen helfen Frauen Ebersberg e.V.“ mit meiner Landtagskollegin Ruth Müller, Magdalena Wagner, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Ebersberg und Bundestagskandidatin, und mir bei einem Antrittsbesuch in den neuen Räumlichkeiten des Vereins in der Bahnhofstraße in Ebersberg diskutierten. Für mich eine erschreckende Entwicklung: Hinter diesen Zahlen stecken große Schicksale – der betroffenen Frauen, aber auch ihrer Kinder. Die Bandbreite der Gewalt ist auch bei uns im Landkreis groß und reicht von psychischer und körperlicher Gewalt bis zu Stalking oder Gewalt im digitalen Raum. Und: Betroffen sind Frauen allen Alters, von ganz jung bis zur Seniorin. Gut, dass es den Frauennotruf mit seiner ehrenamtlichen Rufbereitschaft und seinem vielfältigen Hilfsangebot gibt!


Auf die Beschränkungen der Corona-Pandemie hat der Frauennotruf reagiert und beispielsweise die Angebote des Frauennotrufs verstärkt dort platziert, wo Frauen sind. So wurden beispielsweise Plakate in Geschäften und Apotheken aufgehängt und deutlich gemacht, dass der Frauennotruf auch während der Pandemie für Notlagen ansprechbar und erreichbar ist. Wie der Vorstand im Gespräch deutlich machte, gäbe es neben der akuten Hilfe und Beratung für Betroffene viele Bereiche, in denen der Frauennotruf Ausbaubedarfe vor Ort sieht, beispielsweise bei der stärkeren Vernetzung mit dem Pflegestützpunkt, mit Ärzten oder Kliniken oder bei Präventionsangeboten für sehr junge Mädchen, beispielsweise durch mehr digitale Angebote. Wichtig ist auch der Ausbau der Täterarbeit: Wenn Frauen von Gewalt betroffen sind, sind auch immer Täter involviert – für sie braucht es Angebote, doch bislang gibt es in ganz Oberbayern nur zwei Standorte. Ein weiterer Knackpunkt ist wie so oft auch das Thema Wohnraum – gerade im Speckgürtel Münchens sind bezahlbare Wohnungen schwer zu finden, insbesondere für Frauen mit kleinem Geldbeutel. „Dazu kommt der hohe finanzielle Eigenanteil, den der Frauennotruf für sein Angebot stemmen muss. Dieser wird fällig, sobald der Freistaat ein Angebot fördert – vor allem für kleinere Vereine ist der Anteil aber oftmals sehr hoch und muss teils aus Spenden finanziert werden. Hier wäre eine gesetzliche Änderung auf Landesebene sehr wünschenswert.

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